Ich wollte 2014 unbedingt nochmal in die Vogesen. Urlaub war noch reichlich vorhanden, sodaß ich beschloss im Herbst nochmal hinzufahren.

Leider musste ich alleine fahren. Da ich mich dort aber mal etwas intensiver umsehen und auch eine kleine Wanderung zu einem See machen wollte, war das durchaus passend (wie sich später herausstellte war das ganz gut so, denn am Wochenende als Sandra und Oliver hinfahren wollten war sprichwörtlich "die Hölle los").

Am Freitag den 17.10.14 fuhr ich also mal wieder mitten in der Nacht los. Bei Regen...

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Die Landschaft ist einfach toll

Da das Wetter in den Vogesen und gerade in den Bergen aber doch immer etwas anders ist als bei uns war ich guter Dinge. Letztlich sollte ich Recht behalten, Regen gab es tatsächlich keinen als ich um 7:00 Uhr ankam. Dafür aber Nebel ohne Ende...
Nach kurzer Zeit waren die Kamera und ich dermaßen nass dass ich mir langsam Sorgen machte. So gut abgedichtet ist die 5DIII dann auch wieder nicht. Also habe ich erstmal alles wieder eingepackt und bin zum Auto zurückgelaufen. Wirklich gute Bilder waren auch nicht machbar. Der Nebel erzeugt zwar einen schönen Hintergrund, aber sobald etwas weiter weg ist hat man zuviel Wasser zwischen sich und dem Objekt.

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Ich beschloss meine geplante Wanderung vorzuziehen. Hier bei den Gämsen war mit Tageslicht lange nicht zu rechnen - und dann wäre es eh schon wieder zu hart.
Die Anreise war eine kleine Odysee, denn meine Karten die ich mir vorher erstellt hatte waren leider etwas zu ungenau. Der Weg dahin war aber immer wieder mit vernebelten Wäldern gesäumt die ich unbedingt auch mal besuchen muss. Ich wollte mich aber nicht von der Wanderung zum See abbringen lassen, erhoffte ich mir doch noch etwas gutes Licht im Tal.
Vom Parkplatz bei einer Gaststätte aus gings dann auch schon los - ziemlich bergauf und anstrengend wie sich herausstellte. Gut dass ich das Tele im Auto gelassen hatte. Das Wetter wurde mit jeder Minute besser...

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Der Wanderweg führte durch den Wald, nur selten bekam man so eine freie Sicht 

Nach 3km und ca. 320 Höhenmetern erreichte ich mein Ziel: Ein kleiner, verträumter See. Hier gibt es einen Wasserfall (ganz klein links oben zu erkennen) und eine recht markante Geröllwand. Völlig erledigt genoß ich hier oben meine Mittagspause. Leider war das das einzige Bild mit etwas blauem Himmel, so richtig klar wurde es doch noch nicht.

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Die Wanderung ist als Rundeweg ausgelegt. Ich wollte mir den Rest natürlich auch noch ansehen, aber das bereute ich recht schnell. Während beim Aufstieg ein Feldweg zu begehen ist, wartet auf der anderen Seite ein unbefestigter Weg mit vielen Geröllbrocken auf die Wanderer. Mir schmerzten die Knie beim Abstieg, bei jedem Tritt musste man aufpassen nicht umzuknicken. Spaß macht das nicht...

Zurück auf dem Berg war dann die Sicht herrlich. Es klarte deutlich auf und man konnte die Alpen deutlich erkennen.

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Es wurde Zeit sich um ein Quartier für die Nacht zu kümmern. Da ich keinen Brocken französisch spreche machte ich mich auf alles gefasst, man hört ja einiges über die Franzosen und ihre Liebe zur eigenen Sprache :-). Aber schon im ersten Hotel wurde ich fündig, die nette Dame sprach sogar sehr gut deutsch. Ich kann die "Auberge du Lac" guten Gewissens weiterempfehlen, auch wenn das Zimmer schon etwas älter war.

Am nächsten Morgen ging es wieder in aller Frühe zum Berg, ich wollte ja den Sonnenaufgang nicht verpassen. Auf dem Weg dorthin versuchte ich mich noch an einer Nachtaufnahme:

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Es war sternenklar

 

Wie erwartet wurde es ein richtig schöner Sonnenaufgang. Kein Vergleich zum Vortag...

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Auch die Vögel waren schon wach

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Augenzwinkern oder blendet einfach nur die Sonne?

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Die Gämsen suchen immer wieder den Blick ins Tal

Gegen Mittag machte ich mich auf den Rückweg. Es war mal wieder sehr interessant, der Besuch lohnt sich jedesmal für mich. Eine Übernachtung vor Ort bietet nochmal mehr Möglichkeiten, ich denke das werde ich auf jeden Fall wiederholen.