Brückentage sind einfach klasse. Vor allem wenn diese im Zielort nicht existieren :)
Letzten Freitag ging es für mich mal wieder in die Vogesen. Da bei gutem Wetter das Licht eigentlich nur zwischen 5 und 7 Uhr für gute Bilder tauglich ist, musste ich mal wieder mitten in der Nacht aufstehen. Also ging es am Vorabend quasi mit den Kindern ins Bett und um 1 Uhr nachts machte ich mich auf den Weg. Leichter Nieselregen bei uns machte wenig Hoffnung auf schönes Wetter, aber die Vogesen sind ja weit genug weg um dennoch zu fahren...

Gegen 4:30 Uhr war ich dann auch schon oben angekommen und der Mond war recht deutlich zu sehen - ich freute mich auf tolles Licht. Auf dem Parkplatz lernte ich Harald Göhring kennen, der den Gämsen seinen ersten Besuch abstatten wollte. So gingen wir zusammen los in Richtung Abgrund um nach den Tieren zu suchen. Diese waren auch schnell gefunden, aber pünktlich zum Sonnenaufgang schoben sich Wolken vor die Sonne und es blieb doch recht lange duster, was leider einiges an Bildqualität kostete.

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Dafür konnten wir den ersten Jungtieren beim Spielen zuschauen und es ist immer wieder ein Erlebnis zu sehen, wie sicher sich die Gämse auf den steilen Abhängen bewegen.

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Neugierig wird man begutachtet 

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Als die Tiere sich langsam aber sicher immer weiter ins Tal zurückzogen wollten wir dann den Standort wechseln und sind leider in die falsche Richtung gelaufen... Die Folge war ein Umweg von ca. 1,5km und ettliche Höhenmeter. Dafür konnten wir aber schöne Felsen ausmachen auf denen man sich die Tiere gut vorstellen konnte. Diesen Gefallen tat uns aber keines der dort anwesenden Tiere, hier müsste man wohl mal mehr Geduld mitbringen :)

Wieder zurück am Parkplatz entdeckten wir eine Gruppe mit vielen Jungtieren. Leider waren alle Versuche etwas näher ranzukommen nicht wirklich erfolgreich. Einen Abstiegsversuch musste ich dann aufgrund von nassem Gras und mangelnder Kondition auch abbrechen. Der Umweg zuvor mit 16kg Gepäck hatte einfach schon zu viel Kraft gekostet. Schweren Herzens verließen wir die Gruppe.

Später trafen wir dann noch Oliver, Hervé und Dennis, die bereits auf dem Rückweg waren und dem diffusem Licht nichts abgewinnen konnten. Nach gegenseitiger Vorstellung und einem kurzen Plausch gingen wir dann wieder getrennte Wege. Harald und ich begaben uns nochmal zur ersten Location, wo die Tiere mittlerweile wieder etwas höher gekommen waren. Wir verweilten hier noch einige Zeit, wobei dann einige Freßbilder entstanden sind. Um an die frischen Blätter der Bäume zu kommen vollführen einige Gämse richtige Kunststücke...

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Auch Portraits waren wieder möglich 

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Was tut man nicht alles für die leckeren Blätter...

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Irgendwie kommt man da schon ran

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Ertappt!

 

Gegen 10 Uhr machte ich mich auf den Rückweg. Es war mal wieder sehr interessant, der Besuch lohnt sich jedesmal für mich. Dieses Mal hat mich das überaus saftige Grün begeistert - und schon entstehen andere Bilder als beim letzten Besuch wo noch alles braun war. Das diffuse Licht ermöglichte das Fotografieren bis in den späten Vormittag, was durchaus auch ein Vorteil sein kann.

Viele Grüße an Hervé, Oliver, Dennis und Harald!