Urlaub – endlich darf ich früh aufstehen…

So ähnlich muss das ausgesehen haben als ich mich um 1:30 Uhr am Dienstag auf den Weg in Richtung Freiburg gemacht habe. Von dort aus hat mich Oliver Geiseler um 3:30 Uhr in die Schweiz mitgenommen, immerhin wollten wir zum Sonnenaufgang in den Bergen sein. Auf der Fahrt waren wir uns einig, dass wir mit viel Glück Steinböcke sehen würden. Und selbst wenn kein Foto dabei herauskommt wäre es immerhin ein guter Tag für Location-Scouting.

Trotz Navi-Schwierigkeiten waren wir pünktlich auf dem Berg. An den ersten Steinböcken wären wir wohl vorbeigelaufen, hätte uns nicht ein netter französischer Kollege darauf hingewiesen. Seine Versuche, die Tiere mit Pfeifen zu uns umzudrehen, fanden wir dann aber nicht ganz so gut... Dabei standen die Tiere auch so sehr fotogen:

 

 

Trotz ISO 6400 hatte ich in den ersten Minuten schon ein gutes Bild in der Tasche! Soviel zum Thema Location-Scouting ohne Bilder...

 

 

 

Irgendwann sahen wir, dass der Kollege sich den Tieren auf wenige Meter genähert hatte. Noch ziemlich verwundert über die zahmen Tiere packten wir schnell zusammen und sind auch an eben diese Stelle gelaufen. Und es war unglaublich! Im Hintergrund die von der Morgensonne angeleuchtete Felswand und nur fünf Meter entfernt lagen drei Steingeiße im Schatten.

 

 

 

 

 

 

Irgendwann hat es sie dann doch auf die Wiese in der Sonne getrieben und sie liefen an uns vorbei um dort zu fressen. Wir waren noch total verwundert und hatten unseren anfänglichen Hunger schnell vergessen. Aber wir hatten noch immer keinen Bock gesehen! Nach einer kleinen Pause mit Frühstück ging es weiter, in der Hoffnung auch die Böcke zu finden.

Und tatsächlich, nicht weit entfernt hatte eine etwas größere Kolonie ihren Stammplatz. Hier waren auch drei Böcke und ein Jungtier dabei. Diese Tiere waren aber doch etwas ängstlicher und wir mussten uns ab und zu etwas zurückziehen um sie nicht zu beunruhigen. Dennoch gelangen wieder einige tolle Bilder, teilweise auch mit blauem Himmel.

 

 

 

 

 

 

Es hatte nicht lange gedauert, da legte sich dann doch die Scheu und ein Bock schlief sogar direkt vor uns ein...

Etwas später hatten wir uns auf eine kleine Plattform verzogen, da wir von dort aus einen Kampf von zwei Böcken beobachten konnten:

 

 

Zu unserer Verwunderung kam kurz darauf die gesamte Herde zu uns und legte sich wenige Meter entfernt in den Schatten. Wir waren hin und weg - was für ein Vertrauensbeweis!

 

 

 

 

Gegen Mittag war das Licht dann aber doch zu hart und wir wollten den Tag nicht unnötig in die Länge ziehen - das frühe Aufstehen merkt man doch irgendwann. Mit vollen Speicherkarten und leeren Akkus machten wir uns wieder auf den Heimweg, schließlich wollten wir am nächsten Tag noch nach Frankreich fahren. Dazu bald mehr...